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<title>Dorf</title>
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<p>Ein <b>Dorf</b> ist eine Gruppen<a href="Siedlung" title="Siedlung">siedlung</a> im <a href="L%C3%A4ndlicher_Raum" title="Ländlicher Raum">ländlichen Raum</a>, eine ländliche Siedlung.
</p><p>In der <a href="Siedlungsgeographie" title="Siedlungsgeographie">siedlungsgeographischen</a> Typisierung werden in Deutschland <a href="Einzelsiedlung" title="Einzelsiedlung">Einzelsiedlungen</a> und Gruppensiedlungen unterschieden. Nur Gruppensiedlungen einer bestimmten Größe („Große Gruppensiedlung“) werden als Dörfer bezeichnet. Die Größe, die eine Siedlung haben muss, um als Dorf zu gelten, ist dabei regional verschieden. In der <a href="Geografie" class="mw-redirect" title="Geografie">Geografie</a> bezeichnet Dorf eine ländliche Gruppensiedlung ab einer Größe von etwa 100 Einwohnerinnen und Einwohnern bzw. 20 Höfen oder Gebäudekomplexen.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Als Dörfer werden nur Siedlungen des ländlichen Raums bezeichnet.
</p><p>Idealtypische Dörfer waren traditionell von der Landwirtschaft geprägt, die meisten Einwohner waren Bauern oder landwirtschaftliche Beschäftigte, die Siedlungsform wurde von den Bauernhäusern bestimmt und stand im engen Zusammenhang mit dem umgebenden Ackerland, der <a href="Flur_(Gel%C3%A4nde)" title="Flur (Gelände)">Flur</a> und den traditionellen Flurformen. Neben diesen „Agrarsiedlungen“ gab es aber auch immer landwirtschaftsnahe Gewerbe und ganze Gewerbedörfer. Heutige mitteleuropäische Dörfer haben auch dann, wenn sie sehr ländlich geprägt sind, nur noch einen geringen Anteil landwirtschaftlich Beschäftigter. Zudem lebte früher der größte Teil der Bevölkerung in ländlichen Siedlungen, heute nur noch ein geringer. Waren es im Deutschen Reich im Jahr 1900 noch fast die Hälfte (46 Prozent), fiel der Anteil in der Bundesrepublik Deutschland bis zum Jahr 2015 auf etwa ein Viertel ab (23 Prozent).
</p><p>Kleinere Gruppensiedlungen werden regional als <a href="Weiler" title="Weiler">Weiler</a> oder <a href="Bauerschaft" title="Bauerschaft">Bauerschaft</a> bezeichnet. Streusiedlungen werden in manchen Gegenden nicht als Dorf bezeichnet, sondern in Nordwestdeutschland als Bauerschaft, am Niederrhein als <a href="Honnschaft" title="Honnschaft">Honnschaft</a>. Noch kleinere <a href="Wohnplatz" title="Wohnplatz">Wohnplätze</a> mit nur einem oder zwei Haushalten werden als <a href="Einzelsiedlung" title="Einzelsiedlung">Einzelsiedlung</a>, Einzel<a href="Geh%C3%B6ft" title="Gehöft">gehöft</a>, in Süddeutschland und den deutschsprachigen <a href="Alpenl%C3%A4nder" title="Alpenländer">Alpenländern</a> als <a href="Ein%C3%B6de" class="mw-redirect" title="Einöde">Einöde</a> oder Einödshof bezeichnet.
</p><p>Es gab auch Dörfer, in denen sich die meisten Bewohner einer speziellen Tätigkeit der Marktproduktion widmeten, etwa <a href="Fischerdorf" title="Fischerdorf">Fischerdörfer</a>, <a href="Fl%C3%B6%C3%9Ferei" title="Flößerei">Flößer-</a> und <a href="Wanderh%C3%A4ndler" title="Wanderhändler">Wanderhändlerdörfer</a>, <a href="Weberei" class="mw-redirect" title="Weberei">Weber-</a> oder <a href="T%C3%B6pferei" title="Töpferei">Töpferdörfer</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Dauersiedlungen_saisonale_Siedlungen">Dauersiedlungen saisonale Siedlungen</h2></div>
<p>Ständig bewohnte menschliche Ansiedlungen kennzeichnen den <i>Dauersiedlungsraum</i> der Erde <i>(<a href="%C3%96kumene_(Geographie)" title="Ökumene (Geographie)">Ökumene</a>)</i>. Hier bestehen Dörfer seit dem <a href="Neolithische_Revolution" title="Neolithische Revolution">Beginn der Landwirtschaft</a> vorwiegend aus <a href="Haus" title="Haus">festen Behausungen</a> (ursprünglich verschiedene Formen von <a href="Pfostenhaus" title="Pfostenhaus">Pfostenhäusern</a>).
</p><p>Unter klimatisch schwierigeren Bedingungen, die nur eine saisonale Nutzung des Landes als <a href="Acker" title="Acker">Feld</a> oder <a href="Weide_(Tierhaltung)" title="Weide (Tierhaltung)">Weide</a> zulassen <i>(<a href="Sub%C3%B6kumene" title="Subökumene">Subökumene</a>)</i>, fanden und finden sich zum Teil bis heute auch Dörfer <a href="Nomade" class="mw-redirect" title="Nomade">nomadisierender</a> bis <a href="Halbsesshaft" class="mw-redirect" title="Halbsesshaft">halbsesshafter</a> Bevölkerungen, die als <i>Sommer-</i> oder <i>Winterdörfer</i> genutzt wurden. Sie bestehen entweder aus festen Behausungen, die zeitweise unbewohnt bleiben, oder aus mobilen Behausungen, wie etwa <a href="Zelt" title="Zelt">Zelten</a> oder <a href="Jurte" title="Jurte">Jurten</a>. Alle denkbaren Kombinationen lassen sich finden: Häufig sind feste Winterdörfer als Hauptwohnsitz und mobile Sommerlager mit einer stark reduzierten Dorfstruktur oder nur für bestimmte Personen (etwa <a href="Hirte" title="Hirte">Hirten</a> und ihre Familien), wie es für die <a href="Transhumanz" title="Transhumanz">transhumante</a> Lebensweise z. B. die <a href="Yayla_(Sommersiedlung)" title="Yayla (Sommersiedlung)">Yailas</a> in <a href="Anatolien" class="mw-redirect" title="Anatolien">Anatolien</a><sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> typisch ist. Feste Sommer- <i>und</i> Winterdörfer haben etwa die <a href="Samen_(Volk)" title="Samen (Volk)">samischen Rentierhüter</a> in <a href="Lappland" title="Lappland">Lappland</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siedlungsgrößen"><span id="Siedlungsgr.C3.B6.C3.9Fen"></span>Siedlungsgrößen</h2></div>
<p>Zur Einordnung der Ortsgröße von Dörfern sind verschiedene Maße herangezogen worden. Neben der Einwohnerzahl des Orts klassifizieren einige Siedlungsgeographen und Statistiker auch nach der Anzahl der Häuser (Wohneinheiten, Hofstätten) oder nach dem Umfang der überbauten Fläche (wobei ein Abstand der Häuser zueinander von etwa 150 Metern als Grenze zwischen Einzel- und Gruppensiedlung vorgeschlagen wurde). Als grobe Faustformel wird oft ein Wert von vier bis fünf Einwohnern pro Hausstätte angenommen, wobei Mehrfamilienhäuser nicht berücksichtigt wären. Die meisten Fachleute sind der Ansicht, dass eigentlich eine Charakterisierung nach infrastruktureller und funktionaler Ausstattung der Siedlung vorzuziehen wäre.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Da diese aber oft mit der Einwohnerzahl korreliert und diese leichter messbar ist, wird diese als Hilfsgröße verbreitet verwendet.
</p><p>Recht verbreitet ist eine Terminologie, die durch eine internationale Arbeitsgruppe für die geographische Terminologie der Agrarlandschaft (später: Historical Geography Research Group), initiiert durch <a href="Harald_Uhlig_(Geograph)" title="Harald Uhlig (Geograph)">Harald Uhlig</a> und publiziert durch dessen Schüler <a href="Cay_Lienau" title="Cay Lienau">Cay Lienau</a> eingeführt wurde. Demnach hätte eine kleine ländliche Gruppensiedlung, oder Weiler, 10 bis 20 Hausstätten und bis zu 100 Einwohner. Ein kleines Dorf hätte mehr als das, aber weniger als 100 Haus- oder Hofstätten und weniger als 500 Einwohner. Unter etwa 400 Haus- und Hofstätten und etwa 2000 Einwohner wäre es ein normales Dorf. Siedlungen darüber wären als Großdorf bzw. Stadtdorf einzuordnen.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Größenklassen wurden etwa durch <a href="Gerhard_Henkel" title="Gerhard Henkel">Gerhard Henkel</a> übernommen,<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> sie werden auch im Handwörterbuch der Stadt‐ und Raumentwicklung akzeptiert.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Abgrenzung zu den Weilern und zu städtischen Siedlungen (Landstädten) ist aber vom jeweiligen Autor abhängig.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> So begrenzt Gerhard Henkel im Handwörterbuch zur ländlichen Gesellschaft in Deutschland Weiler, als kleine Gruppensiedlungen, schon bei etwa 20 Haus- oder Hofstätten.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In Österreich ist zu statistischen Zwecken eine geschlossene Ortschaft mit 10 oder mehr Gebäuden ein Dorf.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rechtliche_Stellung">Rechtliche Stellung</h2></div>
<p>Traditionell stellte das Dorf – auch in Abgrenzung zum kleineren Weiler – als <a href="Gemeinde" title="Gemeinde">Gemeinde</a> der Bauern eine <a href="Verwaltungseinheit" title="Verwaltungseinheit">politische Einheit</a> dar. Vor der Schaffung von Gemeinderäten im 19. Jahrhundert gab es im <a href="Deutschsprachiger_Raum" class="mw-redirect" title="Deutschsprachiger Raum">deutschsprachigen Raum</a> den <a href="Schulthei%C3%9F" title="Schultheiß">Schultheiß</a>, <a href="B%C3%BCrgermeister" title="Bürgermeister">Bürgermeister</a>, Ortsvorsteher und <a href="Dorfschulze" class="mw-redirect" title="Dorfschulze">Dorfschulzen</a>. Durch die <a href="Gebietsreform" title="Gebietsreform">Gebietsreformen</a> der 1970er bis 1990er Jahre sind die Dörfer in Deutschland überwiegend keine <a href="Gebietsk%C3%B6rperschaft_(Deutschland)" title="Gebietskörperschaft (Deutschland)">Gebietskörperschaften</a> mehr, sondern wurden zu <a href="Stadt-_und_Gemeindetypen_(Deutschland)" title="Stadt- und Gemeindetypen (Deutschland)">ländlichen Gemeinden</a> zusammengefasst oder in benachbarte <a href="Stadt" title="Stadt">Städte</a> eingemeindet. Einen Kompromiss mit Resten von Eigenständigkeit der Dörfer stellen manche <a href="Samtgemeinde" title="Samtgemeinde">Samt-</a> und <a href="Verbandsgemeinde_(Rheinland-Pfalz)" title="Verbandsgemeinde (Rheinland-Pfalz)">Verbandsgemeinden</a> dar.
</p><p>In Bayern gilt gemäß der Entschließung des dortigen <a href="Bayerisches_Staatsministerium_des_Innern" class="mw-redirect" title="Bayerisches Staatsministerium des Innern">Staatsministeriums des Innern</a> vom 18. Oktober 1950 (Nr. I B1 – 68a 1) grundsätzlich jede Ansiedlung mit zehn oder mehr Wohngebäuden, die keine Stadt ist, als Dorf. Größere Dörfer mit stärkerer Arbeitsteilung und einzelnen städtischen Funktionen heißen in Süddeutschland, insbesondere in Bayern, <i><a href="Marktgemeinde" title="Marktgemeinde">Markt</a></i>. In Norddeutschland, vor allem in Niedersachsen, nennt man sie <i><a href="Flecken_(Ort)" title="Flecken (Ort)">Flecken</a></i>. In Hessen ist hierfür die Bezeichnung <i>Marktflecken</i> verbreitet.
</p><p>In Österreich ist ein Dorf ebenfalls ein <a href="Ortsgebiet" title="Ortsgebiet">geschlossener Ort</a> mit zehn oder mehr Gebäuden, mit historischer Struktur und gewisser Infrastruktur wie Kirche oder Gasthaus.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Kleinere geschlossene Orte und Orte ohne jede Infrastruktur werden als <a href="Weiler" title="Weiler">Weiler</a>, <a href="Rotte_(Siedlung)" title="Rotte (Siedlung)">Rotte</a> oder <a href="Zerstreute_H%C3%A4user" class="mw-redirect" title="Zerstreute Häuser">Zerstreute Häuser</a> klassifiziert, moderne Neuanlagen als <a href="H%C3%A4usergruppe" class="mw-redirect" title="Häusergruppe">Häusergruppe</a>. Größere Dörfer mit besonderer Bedeutung in geografischer oder wirtschaftlicher Hinsicht können zum <a href="Marktgemeinde#Österreich" title="Marktgemeinde">Markt</a> erhoben werden.
</p><p>In <a href="Gebietsk%C3%B6rperschaft_(Frankreich)" class="mw-redirect" title="Gebietskörperschaft (Frankreich)">Frankreich</a>, der <a href="Gebietsk%C3%B6rperschaft_(Schweiz)" title="Gebietskörperschaft (Schweiz)">Schweiz</a> und <a href="Namibia" title="Namibia">Namibia</a> sind sehr viele Dörfer eigene Gebietskörperschaften.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Etymologie">Etymologie</h2></div>
<p>Der älteste Beleg für das Wort Dorf, <i>thaurp</i>, findet sich in der <a href="Gotische_Sprache" title="Gotische Sprache">gotischen</a> Bibelübersetzung des <a href="Wulfila" title="Wulfila">Wulfila</a>, wo es einen <a href="Zaun" title="Zaun">eingezäunten</a> Bereich (z. B. <a href="Pferch" title="Pferch">Pferch</a>, <a href="Gehege" title="Gehege">Gehege</a>) bezeichnet.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine solche <a href="Einfriedung" title="Einfriedung">Einfriedung</a> diente dem Schutz des <a href="Nutzvieh" class="mw-redirect" title="Nutzvieh">Nutzviehs</a> (Pferd, Rind, Ziege, Schaf, Schwein, Huhn, Gans, Ente usw.) vor Fressfeinden, wie dem <a href="Wolf" title="Wolf">Wolf</a>. Diese Bedeutung ist auch für das <a href="Nordfriesische_Sprache" title="Nordfriesische Sprache">nordfriesische</a> <i><a href="Wurt" class="mw-redirect" title="Wurt">terp</a></i>, das <a href="Altfriesisch" class="mw-redirect" title="Altfriesisch">altfriesische</a> <i>therp</i>, wie auch das <a href="Alamannen" title="Alamannen">alemannische</a> <i>Dorf</i> anzunehmen, das Wort sollte ursprünglich also nicht den Unterschied zwischen einer <a href="Einzelsiedlung" title="Einzelsiedlung">Einzel- und Gruppensiedlung</a> anzeigen.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im <a href="Schwedische_Sprache" title="Schwedische Sprache">Schwedischen</a> steht der Begriff <a href="Torp_(Haus)" title="Torp (Haus)">torp</a> für einen einsam gelegenen, kleinen Bauernhof. Torp hat den gleichen sprachlichen Ursprung aus dem <a href="Gemeingermanisch" class="mw-redirect" title="Gemeingermanisch">gemeingermanischen</a> Wort wie das <a href="Althochdeutsch" class="mw-redirect" title="Althochdeutsch">althochdeutsche</a> <i>dorf</i>, das <a href="Altenglisch" title="Altenglisch">altenglische</a> bzw. <a href="Alts%C3%A4chsisch" class="mw-redirect" title="Altsächsisch">altsächsische</a> <i>thorp</i>, angelsächsisch <i>thorpe</i>, das <a href="Isl%C3%A4ndische_Sprache" title="Isländische Sprache">altisländische</a> <i>þorp</i> und das <a href="Niederl%C3%A4ndische_Sprache" title="Niederländische Sprache">niederländische</a> <i>dorp</i>. Auf <a href="S%C3%BCdj%C3%BCtisch" class="mw-redirect" title="Südjütisch">Südjütisch</a> heißt Dorf <i>trop</i>. Auch das <a href="Suffix" title="Suffix">Suffix</a> <i><a href="-trup" title="-trup">-trup</a></i> – mit all seinen Varianten – bedeutet in den <a href="Nordgermanisch" class="mw-redirect" title="Nordgermanisch">nord-</a> und <a href="Westgermanisch" class="mw-redirect" title="Westgermanisch">westgermanischen</a> Sprachen immer „-dorf“; jedoch im ursprünglichen Sinne von <a href="Hofstelle" title="Hofstelle">Einzelhof</a>.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Archäologie_des_Dorfes"><span id="Arch.C3.A4ologie_des_Dorfes"></span>Archäologie des Dorfes</h2></div>
<p>Seit dem <a href="Fr%C3%BChneolithikum" title="Frühneolithikum">Frühneolithikum</a> sind Siedlungen bekannt, die sich durch eine Ansammlung gleichzeitiger Häuser, eine ökonomische Grundlage in der Landwirtschaft und gemeinsame Einrichtungen auszeichnen. Nach einer Definition des Dorfes, die auf ebendiese Kriterien abzielt, ist das „Dorf“ somit eine grundlegende Siedlungsform der Agrarkultur. Vorläufer des Dorfes ist der von <a href="J%C3%A4ger_und_Sammler" title="Jäger und Sammler">Jägern und Sammlern</a> mitunter nur saisonal aufgesuchte <a href="Wohnplatz" title="Wohnplatz">Wohnplatz</a>. Gleichwohl sind in den Jahrtausenden der <a href="Urgeschichte" title="Urgeschichte">Vorgeschichte</a> und des <a href="Mittelalter" title="Mittelalter">Mittelalters</a> einige Veränderungen des Dorfes zu beobachten. Bedeutend zu sein scheint etwa die Entwicklung von der <a href="Tell_(Arch%C3%A4ologie)" title="Tell (Archäologie)">Tellsiedlung</a>, die zu Beginn des Ackerbaus in Südosteuropa bis in den Donauraum verbreitet ist, zur Reihensiedlung und am Übergang zum Mittelneolithikum zur Streusiedlung mit lockerer, einheitlich orientierter Bebauung. Hier mögen kulturelle, soziale und wirtschaftliche Umwälzungen im Hintergrund stehen.
</p><p>Vor allem ist zu fragen, wann jene Dörfer entstanden, welche die heutige mitteleuropäische Siedlungslandschaft prägen (Problem der „Dorfgenese“). Die ältere Lehrmeinung ging davon aus, dass das „Dorf“ eine typisch <a href="Germanen" title="Germanen">germanische</a> Siedlungsform sei und in Westdeutschland auf die germanische Landnahme der <a href="V%C3%B6lkerwanderung" title="Völkerwanderung">Völkerwanderungszeit</a>, im Osten aber auf die <a href="Deutsche_Ostsiedlung" class="mw-redirect" title="Deutsche Ostsiedlung">deutsche Ostsiedlung</a> zurückgehe. Archäologische Zeugnisse zeigen jedoch, dass bis weit ins Mittelalter das ländliche Siedlungsgefüge bedeutenden Veränderungen unterworfen war. Die klassischen Dorfformen Mitteleuropas sind oft nur Sekundärformen, die sich durch Siedlungskonzentrationen und -verlagerungen, Zusammenlegung von Einzelgehöften (besserer gemeinsamer Schutz, oft bachabwärts wegen der sichereren Wasserversorgung im Mittelgebirge), aber auch durch komplette innere Umstrukturierung älterer Siedlungen entwickelten. Eng verbunden mit der Dorfgenese ist die Gemeindebildung, wie sie sich in schriftlichen Quellen fassen lässt und derzeit vorrangig ins 12./13. Jahrhundert datiert wird.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Historisch_gewachsene_Dorfformen_in_Mitteleuropa">Historisch gewachsene Dorfformen in Mitteleuropa</h2></div>
<p>Dörfer werden nach <a href="Grundriss" title="Grundriss">Grundriss</a>, Lage, sozialökonomischer Funktion und Wirtschaftsweise klassifiziert. Grob unterscheidet man nach ungeregelten und geregelten Dorfanlagen, wobei letztere nur bei gelenkter und durchdachter Planung (<a href="Kolonisation" title="Kolonisation">Kolonisation</a>) vorkommen. Zu den häufigsten Dorfformen gehören die <i>Haufen-</i>, die <i>Reihen-</i> und die <i>Straßendörfer</i>. Auf Besonderheiten und Parallelen wird in den einzelnen Abschnitten eingegangen. Reine Dorfformen sind kaum anzutreffen, Ausnahme: die <i>Rundlinge</i>.
</p><p>Im Zusammenhang mit den <i>Dorfformen</i> stehen die <i><a href="Flurformen" class="mw-redirect" title="Flurformen">Flurformen</a></i>. Spätestens im 20. Jahrhundert traten in deutschen Dörfern <a href="Zersiedelung" title="Zersiedelung">Zersiedelungsprozesse</a> ein, wurden <a href="Flurbereinigung" title="Flurbereinigung">Fluren bereinigt</a> und Felder zu großen Schlägen zusammengelegt („<a href="Verkoppelung" class="mw-redirect" title="Verkoppelung">Verkoppelung</a>“).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Geschlossene_Dorfformen">Geschlossene Dorfformen</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Haufendorf">Haufendorf <span id="Haufendorf"></span></h4></div>
<p>Ein <i>Haufendorf</i> ist ein geschlossen bebautes Dorf mit unregelmäßigen Grundstücksgrundrissen und häufig unterschiedlich großen Höfen, oft von einem <a href="Etter" title="Etter">Ortsetter</a> umgeben. Haufendörfer unterscheiden sich von den meisten anderen Dorfformen dadurch, dass sie unplanmäßig angelegt wurden. Ein großer Teil der Haufendörfer entstand im Zusammenhang mit der mittelalterlichen <a href="Gewanneflur" class="mw-redirect" title="Gewanneflur">Gewanneflur</a>, bei der jeder Bauer Streifen verschiedener Felder bewirtschaftete und sich die Lage dieser Feldstreifen auch immer wieder änderte. Die Gemarkung solcher Dörfer gliederte sich in Dorfkern, Ackerflur und <a href="Allmende" title="Allmende">Allmende</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Kompaktdorf">Kompaktdorf <span id="Kompaktdorf"></span></h4></div>
<p>Ein <i>Kompaktdorf</i> ist der Extremfall eines Haufendorfs. Die Häuser wurden eng beieinander oder aneinander gebaut, um in prekären topographischen Verhältnissen Platz zu sparen. Als Kompaktdörfer werden solche Siedlungen aber nur in den romanischsprachigen Teilen der Alpen, vor im nördlichen Kanton <a href="Kanton_Tessin" title="Kanton Tessin">Tessin</a>, bezeichnet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Straßendorf"><span id="Stra.C3.9Fendorf"></span>Straßendorf</h4></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Stra%C3%9Fendorf" title="Straßendorf">Straßendorf</a></i></div>
<p>Ein <i>Straßendorf</i> ist ein lineares, zumeist doppelzeiliges Dorf, dessen Häuser bzw. Gehöfte eine Straße (vorzeitlich eine Trasse) in dichter Anordnung säumen. Typischerweise sind die heutigen Einzelhäuser bzw. Gehöfte giebelständig zur Straße angeordnet. Eine von der Hauptstraße abzweigende Straße ist oft eine Sackgasse.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Angerdorf">Angerdorf</h4></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Angerdorf" title="Angerdorf">Angerdorf</a></i></div>
<p>Ein <i>Angerdorf</i> ist ein Dorf, dessen hervorstechendes Merkmal der <a href="Anger" title="Anger">Anger</a>, ein im Gemeindebesitz befindlicher zentraler, gestreckt runder Platz mit zumeist einem Teich (Löschwasserteich) oder Brunnen ist. Angerdörfer kommen in Mitteleuropa vor allem auf Grundmoränenplatten und in <a href="L%C3%B6%C3%9F" class="mw-redirect" title="Löß">Lößgebieten</a> vor, in Deutschland vor allem in Ost- und Ostmitteldeutschland.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Straßenangerdorf"><span id="Stra.C3.9Fenangerdorf"></span>Straßenangerdorf</h4></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Stra%C3%9Fenangerdorf" title="Straßenangerdorf">Straßenangerdorf</a></i></div>
<p>Das Straßenangerdorf ist ein Straßendorf, dessen Dorfstraße sich an einer Stelle oder auch in größerer Länge zu einem Anger weitet und dann weiterläuft. Im deutschen Sprachraum sind Angerdörfer typisch für Nordostösterreich und Teile der Mark Brandenburg. Auch in Nordengland sowie in Frankreich im <a href="Barrois" title="Barrois">Barrois</a> gibt es Angerdörfer. Charakteristisch für die Anlage brandenburgischer Straßenangerdörfer in der friderizianischen Zeit ist die Aneinanderreihung der Wohngebäude längs zur Straße, mit einem in der Regel mittigen Eingang oder Durchgang und, bei Bedarf, einer zusätzlichen seitlichen Hofeinfahrt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Rundling,_Rundplatzdorf,_Rundweiler"><span id="Rundling.2C_Rundplatzdorf.2C_Rundweiler"></span>Rundling, Rundplatzdorf, Rundweiler</h4></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Rundling" title="Rundling">Rundling</a></i></div>
<p>Ein <i>Rundling, Rundplatzdorf</i> oder auch regional <i>Rundweiler</i> genannt, ist eine ländliche Siedlung in Rundform, deren Verbreitung sich im Wesentlichen auf den einstigen <a href="Germania_Slavica" title="Germania Slavica">deutsch-slawischen Grenzraum</a>, also westlich und östlich der <a href="Saale" title="Saale">Saale</a> und <a href="Elbe" title="Elbe">Elbe</a>, z. B. im Hannoverschen <a href="Wendland" title="Wendland">Wendland</a> beschränkt. Sie zählen sämtlich zu den <i><a href="Platzdorf" title="Platzdorf">Platzdörfern</a></i>. Rundlinge liegen häufig auf Spornen, die in die Niederungen der <a href="Urstromtal" title="Urstromtal">Urstromtäler</a> hineinragen. Der Platz in der Mitte war ursprünglich nur über einen Weg an das allgemeine Verkehrsnetz angeschlossen. Um den Platz sind wenige <a href="Bauernhof" title="Bauernhof">Bauernhöfe</a> angeordnet. Daran schließt sich eine Streifengemengeflur an. Es ist ungeklärt, ob die Rundform aus Sicherheitsgründen oder in Anpassung an die vorwiegende Viehwirtschaft gewählt wurde.
</p><p>Ein typisches Beispiel ist <i><a href="Bugk" title="Bugk">Bugk</a></i> (<a href="Slawische_Sprachen" title="Slawische Sprachen">slaw.</a> <i>bug</i> oder <i>buk</i>, dt. „Buche“) im <a href="Landkreis_Oder-Spree" title="Landkreis Oder-Spree">Landkreis Oder-Spree</a> in Brandenburg. Aus einem Wegestern entstanden auf einer kaum wahrnehmbaren Anhöhe in feuchtem, sumpfigem Gelände gelegen, stellt der <a href="Ortskern" class="mw-redirect" title="Ortskern">Ortskern</a> ein slawisches Rundplatzdorf dar. Rundlinge sind slawischen Ursprungs und häufig in <a href="Ostdeutschland" title="Ostdeutschland">Ostdeutschland</a> anzutreffen.
</p><p>Eine Besonderheit stellt das <a href="Warft#Warftendörfer" title="Warft">Wurtendorf</a> dar. Es gehört zu den Siedlungen, deren Gehöfte auf einen zentralen (Dorf-)Platz ausgerichtet sind. Das Wurtendorf entstand in der Regel auf einem von Menschen aufgeschütteten Erdhügel, der als Siedlungsplatz für eine Einzel- oder Gruppensiedlung diente. Der Hügel sollte das Dorf vor Sturmflut bzw. Hochwasser schützen. Dieser Siedlungstyp kommt vor allem an den Marschenküsten vor, mitunter auch an Flussläufen. Wurtendörfer entstanden vor allem im 7. und 8. Jahrhundert.
</p>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Geschichte_der_Besiedlung_der_Marschen" title="Geschichte der Besiedlung der Marschen">Geschichte der Besiedlung der Marschen</a></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Reihendorf">Reihendorf</h4></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Reihendorf" title="Reihendorf">Reihendorf</a></i></div>
<p><i>Reihendörfer</i> entstehen durch den Bau einer Siedlung entlang eines langgestreckten <a href="Topografisches_Objekt" class="mw-redirect" title="Topografisches Objekt">topografischen Objekts</a> wie eines Bachs, Grabens oder Deichs. Liegt die Siedlung hingegen entlang einer Straße oder eines Weges, spricht man von einem <a href="#Straßendorf">Straßendorf</a>.
</p><p>Reihendörfer und Straßendörfer bieten oft die Möglichkeit, die Siedlung an beiden Enden zu erweitern.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Zeilendorf">Zeilendorf</h4></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Zeilendorf" title="Zeilendorf">Zeilendorf</a></i></div>
<p>Ein <i>Zeilendorf</i> besteht aus einer Häuser- oder Hofzeile, die regelmäßig und linear aneinander gereiht ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Offene_Dorfformen">Offene Dorfformen</h3></div>
<p>Bei offenen Dorfformen war die Möglichkeit des gegenseitigen Schutzes der Dörfler, aber auch die Gefahr einer <a href="Brandkatastrophe" class="mw-redirect" title="Brandkatastrophe">Brandkatastrophe</a> geringer als bei geschlossenen. Wo jeder Bauer dauerhaft eine möglichst zusammenhängende <a href="Landwirtschaftliche_Nutzfl%C3%A4che" title="Landwirtschaftliche Nutzfläche">Nutzfläche</a> bewirtschaftet, verkürzt es die mit dem Arbeitsalltag verbundenen Wege, wenn das Gehöft am Rand oder inmitten der Nutzfläche steht.
</p><p>Bei der planmäßigen Urbarmachung nicht oder kaum landwirtschaftlich genutzter, vielfach waldbestandener Gebiete bekam jeder Bauer dauerhaft eine zusammenhängende Fläche zugeteilt, die <a href="Hufe" title="Hufe">Hufe</a>. So entstanden z. B. die <a href="Waldhufend%C3%B6rfer" class="mw-redirect" title="Waldhufendörfer">Waldhufendörfer</a> östlich der Saale.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Streusiedlung">Streusiedlung</h4></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Streusiedlung" title="Streusiedlung">Streusiedlung</a></i></div>
<p>Eine Streusiedlung ist eine nicht geschlossene Siedlung, die aus weit auseinanderliegenden Bauernhöfen und Weilern ohne eigentlichen Ortskern besteht. Typische Streusiedlungsgebiete sind das westliche Niedersachsen (zum Beispiel das <a href="M%C3%BCnsterland" title="Münsterland">Münsterland</a>), der <a href="Schwarzwald" title="Schwarzwald">Schwarzwald</a> sowie der <a href="Voralpen" title="Voralpen">voralpine</a> und <a href="Alpen" title="Alpen">alpine</a> Raum (hier beispielsweise die <a href="Walser" title="Walser">Walser</a>kolonien). Zwischen Weser und Ems war Streusiedlung seit jeher verbreitet; in Teilen des Allgäus und des Schwarzwaldes dagegen wurde sie erst in der <a href="Fr%C3%BChe_Neuzeit" title="Frühe Neuzeit">Frühen Neuzeit</a> eingeführt, um die Erträge der Landwirtschaft zu verbessern.
</p><p>Große Teile Kanadas und der USA bestehen aus Streusiedlungen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Hufendörfer"><span id="Hufend.C3.B6rfer"></span>Hufendörfer</h4></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Reihendorf" title="Reihendorf">Reihendorf</a></i></div>
<p>Hufendörfer sind spezielle Formen des Reihendorfs als <a href="Hagenhufendorf" title="Hagenhufendorf">Hagenhufendorf</a>, <a href="Marschhufendorf" title="Marschhufendorf">Marschhufendorf</a>, <a href="Moorhufendorf" title="Moorhufendorf">Moorhufendorf</a>, <a href="Waldhufendorf" title="Waldhufendorf">Waldhufendorf</a> und <a href="Stra%C3%9Fendorf" title="Straßendorf">Straßendorf</a>. Letzteres beschränkt die topografischen Objekte auf Straßen und Wege. Die Abgrenzung des Begriffes ist nicht scharf definiert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Siedlungen_an_Kristallisationspunkten">Siedlungen an Kristallisationspunkten</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Kirchdorf">Kirchdorf</h4></div>
<p>In Gegenden mit traditioneller Streusiedlung ließen sich neben einer Kirche gerne Menschen nieder, die ihren Lebensunterhalt nicht oder nicht nur mit Landwirtschaft verdienten. Handelt es sich bei der Kirche um eine <a href="Pfarrkirche" title="Pfarrkirche">Pfarrkirche</a>, so trifft die Bezeichnung <i>Pfarrdorf</i> zu.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Marktflecken">Marktflecken</h4></div>
<p>Wo in verkehrsgünstiger Lage regelmäßig <a href="Markt" title="Markt">Märkte</a> stattfanden, was in der <a href="Feudalzeit" class="mw-redirect" title="Feudalzeit">Feudalzeit</a> nur mit obrigkeitlicher Erlaubnis möglich war, siedelten sich außer Händlern gerne auch Handwerker an. So entstanden Siedlungen, die nicht selten größer waren als reine Bauerndörfer. Etliche dieser <a href="Minderstadt" title="Minderstadt">Minderstädte</a> erhielten später Stadtrechte.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Eisenbahnsiedlung">Eisenbahnsiedlung</h4></div>
<p>Die <a href="Eisenbahnsiedlung" class="mw-redirect" title="Eisenbahnsiedlung">Eisenbahnsiedlungen</a> entstanden vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Wesentliche Voraussetzung war das Vorhandensein von Eisenbahnhaltepunkten und ihr netzmäßiger Ausbau als Komponente der Infrastruktur.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Entwicklung_des_dörflichen_Lebens_in_Deutschland"><span id="Entwicklung_des_d.C3.B6rflichen_Lebens_in_Deutschland"></span>Entwicklung des dörflichen Lebens in Deutschland</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bis_zum_Beginn_des_20._Jahrhunderts">Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts</h3></div>
<p>Landwirtschaft und Kleinhandwerk wirkten <a href="Tradition" title="Tradition">traditionell</a> prägend im Dorfleben. Die Bewohner lebten überwiegend von dem, was Ackerbau und Viehzucht hergaben. Private Hausgärten bildeten die Grundlage für die <a href="Subsistenzwirtschaft" title="Subsistenzwirtschaft">subsistenzwirtschaftliche</a> Versorgung der Bevölkerung mit Gemüse und Obst.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Wie Schirrmacher am Beispiel eines <a href="Kreis_Lippe" title="Kreis Lippe">lippischen</a> Dorfs ausführt, standen noch bis in die <a href="1960er" title="1960er">1960er</a> Jahre die eigenen Erträge aus Nutzgarten und Ackerland im Vordergrund. Wer über einen Stall verfügte, hielt ein oder zwei Schweine, Hühner, Kaninchen und auch Ziegen, die bei Bedarf geschlachtet wurden. Zugekauft wurden u. a. Salz, Zucker, Mehl, Kaffee, Essig, Speiseöl und Gewürze. Die Mahlzeiten waren zudem abhängig vom Rhythmus der Jahreszeiten, familiären Ereignissen sowie von Ernteterminen.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Für den Hausbau verwendete man Materialien aus der Umgebung: Holz, Bruchstein, Ziegel – in den meisten deutschen Gebieten vom <a href="Hochmittelalter" title="Hochmittelalter">Hochmittelalter</a> bis ins <a href="19._Jahrhundert" title="19. Jahrhundert">19. Jahrhundert</a> vor allem für <a href="Fachwerkhaus" title="Fachwerkhaus">Fachwerkbauten</a>. Die Innenaufteilung der Gebäude orientierte sich an den damaligen Erfordernissen; Wirtschaftsbereich und Wohnbereich befanden sich – vor allem in Mittelgebirgslagen – nahe beieinander, z. T. unter einem Dach (z. B. im sogenannten <a href="Einhaus_(Geh%C3%B6ftform)" class="mw-redirect" title="Einhaus (Gehöftform)">Einhaus</a>). Beheizt wurde lediglich die Küche, die daher im Winter als Wohnraum diente.
</p><p>In jedem Dorf fanden sich in der Regel sämtliche Berufe, die für die Herstellung und Erhaltung des täglichen Bedarfs sowie wichtige Dienstleistungen notwendig waren. Dem örtlichen Pfarrer und dem Dorflehrer kamen aufgrund ihrer herausgehobenen Position ein hohes Prestige zu.
</p><p>Die Freizeit verbrachten die Dorfbewohner mit Tätigkeiten und Leistungen, die der persönlichen, familiären oder dorfbezogenen Lebensbewältigung dienten. Solche Tätigkeiten mit <a href="Daseinsgrundfunktionen" title="Daseinsgrundfunktionen">Grunddaseinsfunktion</a> waren z. B. die familienbezogene Handarbeit der Frauen und die Produktion handwerklicher Alltagsgegenstände durch die Männer, aber auch Tätigkeiten für die Gemeinschaft, wie z. B. der <a href="Deichbau" class="mw-redirect" title="Deichbau">Deichbau</a> in überflutungsgefährdeten Gegenden. In der <a href="#Dorfgemeinschaft">Dorfgemeinschaft</a> waren alle Mitglieder aufeinander angewiesen. Wer sich nicht daran hielt, hatte mit <a href="Exklusion" title="Exklusion">Ausgrenzung</a> zu rechnen.
</p><p>Sonn- und Feiertage, Hochzeiten und Beisetzungen bildeten Zäsuren im Alltagsleben und förderten die <a href="Gruppenkoh%C3%A4sion" title="Gruppenkohäsion">Zusammengehörigkeit</a>. Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts begann das Vereinsleben auf den Dörfern in Deutschland: Kriegervereine, Gesangvereine, Schützen- und später auch Sportvereine belebten die Gemeinschaft; wesentlich trugen auch die <a href="Freiwillige_Feuerwehr" title="Freiwillige Feuerwehr">Freiwillige Feuerwehren</a> hierzu bei. Die großbäuerliche <a href="Soziale_Schicht" title="Soziale Schicht">Oberschicht</a> und der <a href="Adel" title="Adel">Adel</a> distanzierten sich zumeist davon, um ihren <a href="Sozialer_Status" title="Sozialer Status">sozialen Status</a> zu wahren.
</p><p>Der Tagesablauf wurde vor allem vom jährlichen Zyklus der landwirtschaftlichen Tätigkeiten und der <a href="Witterung" title="Witterung">Witterung</a> bestimmt; zudem von <a href="Kirchenjahr" title="Kirchenjahr">kirchlichen Feiertagen</a> und familiären Ereignissen. Die Arbeit bestimmte das Leben; dies galt bereits für Kinder im Grundschulalter, die etwa unentbehrliche Helfer bei der Ernte waren. Selbst der Schulunterricht – in kleinen Ortschaften häufig für alle Kinder gemeinsam in einem Raum durchgeführt – wurde mit den landwirtschaftlich bedingten Abläufen abgestimmt. Die Schulferien waren auf die Erntearbeiten abgestellt <i>(Heuferien, Getreideferien (Ernteferien) und Kartoffelferien).</i>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Erste_Hälfte_des_20._Jahrhunderts"><span id="Erste_H.C3.A4lfte_des_20._Jahrhunderts"></span>Erste Hälfte des 20. Jahrhunderts</h3></div>
<p>Mit Beginn des <a href="Erster_Weltkrieg" title="Erster Weltkrieg">Ersten Weltkrieges</a> erfuhr das Dorfleben eine Zäsur, da die meisten jüngeren Männer <a href="Kriegsdienst" class="mw-redirect" title="Kriegsdienst">Kriegsdienste</a> leisten mussten und versehrt oder gar nicht zurückkehrten: Notwendige Baumaßnahmen und Reparaturen wurden vernachlässigt und das Wirtschafts- und Alltagsleben war grundlegend betroffen. Häufig bildeten sich <a href="Solidarit%C3%A4tsprinzip" title="Solidaritätsprinzip">informelle Solidargemeinschaften</a>, innerhalb derer man sich gegenseitige Unterstützung zuteilwerden ließ.
</p><p>Die <a href="Machtergreifung" title="Machtergreifung">Machtergreifung</a> der <a href="Nationalsozialismus" title="Nationalsozialismus">Nationalsozialisten</a> hatte erheblichen Einfluss auf das wirtschaftlich-soziale Gefüge der Dörfer. Die nun einsetzende <a href="Blut-und-Boden-Ideologie" title="Blut-und-Boden-Ideologie">Blut- und Boden-Ideologie</a> erklärte den landwirtschaftlich nutzbaren Boden zum unveräußerlichen Gut. Der <a href="Reichsn%C3%A4hrstand" title="Reichsnährstand">Reichsnährstand</a> verlangte Abgaben, die die <a href="Bauernstand" title="Bauernstand">Bauernschaft</a> zu leisten hatte. Mit Beginn des <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieges</a> wurde eine Zwangsbewirtschaftung eingeführt, die dem Staat einen direkten Zugriff auf <a href="Landwirtschaft#Produkte_der_Landwirtschaft" title="Landwirtschaft">landwirtschaftliche Produkte</a> ermöglichte. Erneut trugen Frauen, Alte, Kriegsversehrte und Kinder die Verantwortung für alle dörflichen Belange. Die <a href="Zwangsarbeit_in_der_Zeit_des_Nationalsozialismus" title="Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus">Zwangsarbeit</a> von Kriegsgefangenen, die bei der täglichen Arbeit in der Landwirtschaft eingesetzt wurde, erleichterte die tägliche Arbeit, führte aber auch zu neuen sozialen Problemen. Die politisch motivierte <a href="Soziale_Kontrolle" title="Soziale Kontrolle">Sozialkontrolle</a> durch ständig drohende <a href="Denunziation" title="Denunziation">Denunziation</a> Andersdenkender, die in den eng zusammenlebenden <a href="Gemeinschaft" title="Gemeinschaft">Gemeinschaften</a> herrschte, nutzte dem Regime und schadete der Gemeinschaft langfristig.
</p><p>Nach Kriegsende setzte eine neue Entwicklungsphase im ländlichen Raum ein, die die dörflichen Strukturen in den beiden neuen deutschen Staaten erheblich veränderten: Infolge der <a href="Vertreibung" title="Vertreibung">Vertreibung</a> der meisten Bewohner aus den nach Kriegsende abgetrennten <a href="Ostgebiete_des_Deutschen_Reiches" title="Ostgebiete des Deutschen Reiches">Ostgebieten</a> des ehemaligen <a href="Deutsches_Reich" title="Deutsches Reich">Deutschen Reiches</a> ergab sich ein hoher Zuzug von Flüchtlingen und Vertriebenen in die von Zerstörung verschont gebliebenen Dörfer und Kleinstädte. Der Bedarf an Wohnraum war beträchtlich, zum Teil entstanden Notunterkünfte. Infolgedessen stiegen die Bevölkerungszahlen in den ländlichen Siedlungen überall stark an. In der Nachkriegszeit wurden die Dörfer begehrte Anlaufpunkte für <a href="Hortung" title="Hortung">Hamsterfahrten</a> der notleidenden Bevölkerung aus den Ballungsgebieten, dabei waren Formen des Tauschhandels gang und gäbe.
</p><p>In der <a href="Sowjetische_Besatzungszone" title="Sowjetische Besatzungszone">sowjetischen Besatzungszone</a> und später in der <a href="Deutsche_Demokratische_Republik" title="Deutsche Demokratische Republik">DDR</a> fand nach dem Krieg eine <a href="Landreform" title="Landreform">Bodenreform</a> statt, bei der staatlich in die Eigentumsverhältnisse eingegriffen wurde: Entschädigungslose <a href="Enteignung" title="Enteignung">Enteignungen</a> waren die Folge, es entstanden daraus zunächst Neusiedlerstellen für <a href="Kleinbauer" title="Kleinbauer">Kleinbauern</a>, später wurde die <a href="Kollektivierung_der_Landwirtschaft" class="mw-redirect" title="Kollektivierung der Landwirtschaft">Kollektivierung der Landwirtschaft</a> erzwungen.
</p><p>In der neugegründeten <a href="Bundesrepublik_Deutschland" class="mw-redirect" title="Bundesrepublik Deutschland">Bundesrepublik Deutschland</a> wurden in den frühen 1950er Jahren Fördermöglichkeiten zum Wohnungsbau – auch speziell mit Blick auf <a href="Aussiedler_und_Sp%C3%A4taussiedler" title="Aussiedler und Spätaussiedler">Zugezogene</a> – etabliert (<a href="Lastenausgleichsgesetz" title="Lastenausgleichsgesetz">Lastenausgleichsgesetz</a>), die sich auch im Dorfbild niederschlugen. Neue Wohnhäuser mit Wirtschaftsgärten und kleinem Stallanbau entstanden häufig am Rande der Dorfkerne. Die <a href="Heimatvertriebener_(Bundesvertriebenengesetz)" title="Heimatvertriebener (Bundesvertriebenengesetz)">Heimatvertriebenen</a> brachten ihre eigene <a href="Kultur" title="Kultur">Kultur</a>, ihre besonderen Dialekte, Gebräuche und Gewohnheiten ein. In traditionell evangelisch geprägten Gebieten wurden katholische Gemeinden etabliert oder umgekehrt. Dies führte zu neuen Spannungen. Mit der <a href="W%C3%A4hrungsreform_1948_(Westdeutschland)" title="Währungsreform 1948 (Westdeutschland)">Währungsreform 1948</a> und dem in den westlichen Bundesländern beginnenden <a href="Wirtschaftswunder" title="Wirtschaftswunder">Wirtschaftswunder</a> entstand Arbeit und Beschäftigung – vor allem in der Industrie und im <a href="Bergbau" title="Bergbau">Bergbau</a>, später auch im Dienstleistungsbereich. Damit setzte das <a href="Pendler" title="Pendler">Pendeln von Arbeitskräften</a> aus den Dörfern in die Städte sowie eine zunehmende <a href="Landflucht" class="mw-redirect" title="Landflucht">Landflucht</a> ein. Die Einwohnerzahl in den meisten ländlichen Gemeinden pendelte sich in den frühen 1950er Jahren wieder ungefähr auf Vorkriegsniveau ein.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Seit_Mitte_des_20._Jahrhunderts">Seit Mitte des 20. Jahrhunderts</h3></div>
<p>In vielen Regionen wurde der Aus- und Neubau der Verkehrsinfrastruktur notwendig. In der Bundesrepublik erfolgte das mit Blick auf den Individualverkehr, in der DDR eher am <a href="%C3%96ffentlicher_Personennahverkehr" title="Öffentlicher Personennahverkehr">ÖPNV</a> orientiert. Ausbau und Verbreiterung von Straßen bedeuteten oft einen massiven Eingriff ins Dorfgefüge. Dies teilte mancherorts Dörfer, die Lärmbelästigung nahm zu. Dörfer wurden zu „Auspendlergemeinden“, sofern vor Ort die Arbeitsmöglichkeit fehlte. Die <a href="Industrielle_Landwirtschaft" title="Industrielle Landwirtschaft">Rationalisierung der Landwirtschaft</a> setzte ein. Die dabei freigesetzten Arbeitskräfte fanden häufig Beschäftigung in den Ballungsräumen. Landwirtschaftsbetriebe, die expandieren wollten, siedelten aus den engen Dorflagen an die Ränder aus, was Leerstände in der Dorfmitte zur Folge hatte. Im <a href="Umland" title="Umland">Umland</a> der Ballungsräume verlor die Landwirtschaft zunehmend an Bedeutung für die Dörfer.
</p><p>In der DDR wurden Gebietsreformen durchgeführt; aus ehemaligen Ländern wurden <a href="Bezirk_(DDR)" title="Bezirk (DDR)">DDR-Bezirke</a>. In der BRD entstand eine föderale Ordnung, in der <a href="Bundesebene_(Deutschland)" title="Bundesebene (Deutschland)">Bund</a>, <a href="Land_(Deutschland)" title="Land (Deutschland)">Ländern</a> und <a href="Gemeinde" title="Gemeinde">Gemeinden</a> unterschiedliche Aufgaben zugewiesen wurden: Jede Dorfgemeinde besaß ihren haupt- oder ehrenamtlich tätigen <a href="B%C3%BCrgermeister" title="Bürgermeister">Bürgermeister</a>, der die Belange der Gemeinde nach außen hin vertrat und örtliche Zuständigkeiten in Abstimmung mit der gewählten <a href="Gemeindevertretung_(Hessen)" title="Gemeindevertretung (Hessen)">Gemeindevertretung</a> auf Basis der Gesetze und Verordnungen regelte. Nach dem Jahr 1969 wurde in der BRD eine <a href="Gebietsreform" title="Gebietsreform">Gemeindegebietsreform</a> durchgeführt, die durch Zusammenlegung von Dörfern neue Verwaltungs- und Gemeindestrukturen entstehen ließ, die nicht selten traditionell gewachsene Sozialstrukturen aufbrachen.
</p><p>In den 1970er Jahren begann ein Trend zum ländlichen Wohnen: leerstehende Bauernhäuser wurden zu reinen Wohngebäuden umgebaut. In attraktiven Mittelgebirgslagen entstanden Zweitwohnungssiedlungenn im Anschluss an bestehende Dörfer, so z. B. im Einzugsgebiet Frankfurts, im <a href="Vogelsberg" title="Vogelsberg">Vogelsberg</a>. Der Zuzug von Städtern, sowie seit den <a href="1960er" title="1960er">1960er</a> Jahren von <a href="Gastarbeiter" title="Gastarbeiter">Gastarbeitern</a>, erzeugte erneute soziale Spannungen. Wie Tappe-Pollmann für das Lipperland formuliert: „Die Dorfzugehörigkeit misst sich nicht an Einheirat oder dem Willen der Zugezogenen an Anpassung, sondern sie wird nach Generationen bemessen – auch heute noch.“<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Durch die fortschreitende Rationalisierung der Landwirtschaft und anderer Erwerbszweige, die größere <a href="R%C3%A4umliche_Mobilit%C3%A4t" title="Räumliche Mobilität">Mobilität</a> und Reaktionen auf die Gebietsreform haben sich die dörflichen Strukturen grundlegend <a href="Sozialer_Wandel" title="Sozialer Wandel">gewandelt</a>, sodass der „dörfliche Charakter“, den viele Gemeinden und Ortsteile gerne hervorheben, in vielerlei Hinsicht nur noch historisch ist.
</p><p>Heute werden manche neuen Siedlungen oder auch Einrichtungen als Dorf bezeichnet, um ihre Überschaubarkeit oder ihre Abgrenzung von einer umgebenden <i>Großstadt</i> zu betonen.
</p>
<dl><dt>Überkommene Dörfer, mit (touristischer) Vermarktung einer besonderen Tradition, eines politischen Anspruchs oder anderer Besonderheiten</dt>
<dd></dd></dl>
<ul><li>Töpferdorf</li>
<li>Glasmacherdorf</li>
<li><a href="%C3%96kodorf" class="mw-redirect" title="Ökodorf">Ökodorf</a></li>
<li><a href="Storchendorf" title="Storchendorf">Storchendorf</a></li>
<li><a href="Schachdorf_Str%C3%B6beck" title="Schachdorf Ströbeck">Schachdorf</a></li>
<li><a href="Dorf_der_Jugend_(Titel)" title="Dorf der Jugend (Titel)">Dorf der Jugend</a> (in der DDR)</li></ul>
<dl><dt>„Dörfer“ für den vorübergehenden Aufenthalt bestimmter Personengruppen</dt></dl>
<ul><li><a href="Kinderdorf" title="Kinderdorf">Kinderdorf</a></li>
<li><a href="Studentenwohnheim" title="Studentenwohnheim">Studentendorf</a></li>
<li><a href="Olympisches_Dorf" title="Olympisches Dorf">Olympisches Dorf</a></li>
<li>Feriendorf (auch: Touristendorf, Urlauberdorf oder -siedlung)</li></ul>
<dl><dt>Vom Umfeld abgegrenzte Bauweise</dt></dl>
<ul><li><a href="Containerdorf" title="Containerdorf">Containerdorf</a></li></ul>
<dl><dt>Zumeist nicht (mehr) bewohnt</dt></dl>
<ul><li><a href="Museumsdorf" class="mw-redirect" title="Museumsdorf">Museumsdorf</a></li>
<li><a href="W%C3%BCstung" title="Wüstung">Wüstung</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Soziale_Strukturen,_Soziologisches"><span id="Soziale_Strukturen.2C_Soziologisches"></span>Soziale Strukturen, Soziologisches</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Dorfgemeinschaft">Dorfgemeinschaft</h3></div>
<p>Eine Dorfgemeinschaft zeichnet sich aus durch <a href="Soziale_Beziehung" title="Soziale Beziehung">soziale Beziehungen</a> (<a href="Nachbarschaftshilfe" title="Nachbarschaftshilfe">Nachbarschaftsbeziehungen</a>, <a href="Soziale_Norm" title="Soziale Norm">feste Strukturen und Normen</a>, <a href="Sitte" title="Sitte">Sitten</a>, <a href="Brauch" title="Brauch">Brauchtum</a>, Feste, Vereinswesen) bis hin zur ländlichen Architektur, Bekleidung, Nahrung usw. Auch die Entwicklung der Bevölkerung blieb an die verfügbare Nutzfläche gebunden, was – etwa im Alpenraum mit seinem eng begrenzten Siedlungsraum – häufig zu inner- und zwischengemeindlichen Konflikten führte.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Gleichgewicht wurde dadurch aufrechterhalten, dass ein Teil der Bevölkerung keine <a href="Familie_(Soziologie)" class="mw-redirect" title="Familie (Soziologie)">Familien</a> gründete oder auswanderte. Mit beginnender <a href="Industrialisierung" title="Industrialisierung">Industrialisierung</a> fand der nichtbäuerliche Teil der dörflichen Bevölkerung durch <a href="Heimarbeit" title="Heimarbeit">Heimarbeit</a> eine zusätzliche Einnahmequelle. In <a href="S%C3%BCdwestdeutschland" title="Südwestdeutschland">Südwestdeutschland</a> wurde durch eine breitgestreute Ansiedlung kleinerer Industriebetriebe relativ früh eine größere Zahl außerlandwirtschaftlicher Dauerarbeitsplätze geschaffen. Heute bildet das landwirtschaftlich bestimmte Bauerndorf die Ausnahme.
</p><p>Soziologisch wird das Dorf empirisch vor allem in der <a href="Gemeindesoziologie" class="mw-redirect" title="Gemeindesoziologie">Gemeinde-</a> und <a href="Agrarsoziologie" title="Agrarsoziologie">Agrarsoziologie</a> untersucht (teilweise in der <a href="Entwicklungssoziologie" title="Entwicklungssoziologie">Entwicklungssoziologie</a>), konzeptionell ist dafür besonders auf den Begriff „Gemeinschaft“ zu verweisen.
</p><p>In der Anthropologie und Ethnologie bezeichnet <a href="Dorfgemeinschaft_(Ethnologie)" title="Dorfgemeinschaft (Ethnologie)">Dorfgemeinschaft als Fachbegriff</a> speziell die sozialen Gruppen <a href="Traditionelle_Wirtschaftsform#Pflanzenbau_(Bodenbau)" title="Traditionelle Wirtschaftsform">traditioneller Bodenbauern</a>.
</p><p>In den Dörfern hatten Anfang des 19. Jahrhunderts bei ausbrechendem <a href="Brand" title="Brand">Brand</a> sofort bestimmte Einwohner die <a href="Feuerspritze" title="Feuerspritze">Feuerspritze</a> zu holen. Ein Feuerläufer musste erforderlichenfalls eine weitere Löschpumpe anfordern. In vielen Dörfern hatten bei Wahrnehmung eines Brandes der Lehrer des Ortes <a href="Sturml%C3%A4uten" title="Sturmläuten">Sturm zu läuten</a> und der <a href="Trommel" title="Trommel">Ausschusstambour</a> Alarm zu schlagen. Alle arbeitsfähigen Einwohner mussten mit gefülltem Eimer zur Brandstelle eilen und sich in doppelter Reihe nach dem nächsten Wasser (z. B. Bach, Brandweiher) aufstellen: „Durch die Hände lange Kette um die Wette flog der Eimer.“<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Dorfentwicklung_und_-sicherung">Dorfentwicklung und -sicherung</h3></div>
<p>Dörfer unterliegen momentan einem starken strukturellen Wandel. Aufgrund des Aussterbens der kleinbäuerlichen Dorfkultur entfällt die <a href="Landschaftspflege" title="Landschaftspflege">Landschaftspflege</a> besonders in abgelegeneren Orten. Während die zumeist ältere landwirtschaftlich tätige Generation ausstirbt, erwirtschaftet die Mehrheit der Dorfbewohner ihr Einkommen als <a href="Pendler" title="Pendler">Pendler</a> in den mehr oder weniger nahe liegenden Ballungsgebieten. Die Anzahl Pendler hat beispielsweise in der Schweiz von 1990 bis 2016 um 38 % zugenommen.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Daher werden zur Sicherung des gewachsenen Landschaftsbildes verschiedene Anstrengungen unternommen. Mit dem <a href="Europ%C3%A4ischer_Dorferneuerungspreis" title="Europäischer Dorferneuerungspreis">Europäischen Dorferneuerungspreis</a> und dem <a href="Unser_Dorf_hat_Zukunft" title="Unser Dorf hat Zukunft">Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“</a> sollen die Bewohner der Dörfer durch Anregung des Bürgerengagements die Lebensqualität erhalten oder verbessern. Unterstützt werden diese Bemühungen beispielsweise mittels Programmen zur <a href="Dorferneuerung" title="Dorferneuerung">Dorferneuerung</a>. In Bezug auf die <a href="Agenda_21" title="Agenda 21">Agenda 21</a> erhofft man sich davon zumindest den Erhalt des Landschaftsbildes.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Das_Dorf_in_Literatur_und_Ideengeschichte">Das Dorf in Literatur und Ideengeschichte</h2></div>
<p>Während es schon seit dem 19. Jahrhundert eine blühende Literaturform gibt, welche die dörfliche Gemeinschaft und die dörflichen Konflikte in den Mittelpunkt rückt (<a href="Dorfgeschichte" title="Dorfgeschichte">Dorfgeschichte</a>), ist das Dorf in jüngerer Zeit als Ort der Ideenbildung und Ideenverarbeitung vermehrt in den Blickpunkt der Forschung geraten. Dabei interessiert es besonders, wie sich städtische von dörflichen Kommunikations- und Denkformen unterscheiden.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Dorfgebiet" title="Dorfgebiet">Dorfgebiet</a></li>
<li><a href="Globales_Dorf" title="Globales Dorf">Globales Dorf</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Philip_Ajouri" title="Philip Ajouri">Philip Ajouri</a>, Wolfert von Rahden, <a href="Andreas_Urs_Sommer" title="Andreas Urs Sommer">Andreas Urs Sommer</a>: <i>Das Dorf.</i> (= Zeitschrift für Ideengeschichte. Heft IX/2, Sommer 2015). C. H. Beck, München 2015, ISBN 978-3-406-67382-5.</li>
<li>Marco Bellabarba, <a href="Hannes_Obermair" title="Hannes Obermair">Hannes Obermair</a>, Hitomi Sato (Hrsg.): <i>Communities and Conflicts in the Alps from the Late Middle Ages to Early Modernity</i> (= Fondazione Bruno Kessler. Contributi/Beiträge. 30). Il mulino – Duncker & Humblot, Bologna/Berlin 2015, ISBN 978-88-15-25383-5 bzw. ISBN 978-3-428-14821-9.</li>
<li><a href="William_Foerste" title="William Foerste">William Foerste</a>: <i>Zur Geschichte des Wortes Dorf</i>. In: <i>Studium Generale</i> 16, 1963, S. 422–433.</li>
<li><a href="Gerhard_Henkel" title="Gerhard Henkel">Gerhard Henkel</a>: <i>Das Dorf. Landleben in Deutschland gestern und heute.</i> 4. Auflage, K. Theiss, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-8062-3984-3, 345 S.</li>
<li><a href="Herbert_Jankuhn" title="Herbert Jankuhn">Herbert Jankuhn</a>, <a href="Rudolf_Sch%C3%BCtzeichel" title="Rudolf Schützeichel">Rudolf Schützeichel</a>, <a href="Fred_Schwind" title="Fred Schwind">Fred Schwind</a> (Hrsg.): <i>Das Dorf der Eisenzeit und des frühen Mittelalters. Siedlungsform – wirtschaftliche Funktion – soziale Struktur.</i> (= Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften Göttingen, Phil.-Hist. Klasse 3. 101). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1977.</li>
<li><a href="Anneliese_Krenzlin" title="Anneliese Krenzlin">Anneliese Krenzlin</a>: <i>Beiträge zur Kulturlandschaftsgenese in Mitteleuropa.</i> Gesammelte Aufsätze aus vier Jahrzehnten (hrsg. von Hans-Jürgen Nitz und Heinz Quirin). Steiner, Wiesbaden 1983, ISBN 3-515-04035-8.</li>
<li><a href="Hansj%C3%B6rg_K%C3%BCster" title="Hansjörg Küster">Hansjörg Küster</a>: <i>Hat das Modell Dorf noch eine Zukunft?</i> In: <i>Jahrbuch für das Oldenburger Münsterland 2012.</i> (Hrsg.: Heimatbund für das Oldenburger Münsterland), Vechta 2011, ISBN 978-3-941073-10-4, S. 204–216.</li>
<li><a href="Cay_Lienau" title="Cay Lienau">Cay Lienau</a>: <i>Die Siedlungen des ländlichen Raumes.</i> 3. Auflage, Braunschweig 1997.</li>
<li><a href="Werner_Nell" title="Werner Nell">Werner Nell</a>, Marc Weiland (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Dorf. Ein interdisziplinäres Handbuch</cite>. J.B. Metzler, Stuttgart 2019, ISBN 978-3-476-05449-4, <a href="Digital_Object_Identifier" title="Digital Object Identifier">doi</a>:<span class="uri-handle" style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://doi.org/10.1007/978-3-476-05449-4">10.1007/978-3-476-05449-4</a></span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Dorf&rft.btitle=Dorf.+Ein+interdisziplin%C3%A4res+Handbuch&rft.date=2019&rft.doi=10.1007%2F978-3-476-05449-4&rft.genre=book&rft.isbn=9783476054494&rft.place=Stuttgart&rft.pub=J.B.+Metzler" style="display:none"> </span></li>
<li><a href="Werner_R%C3%B6sener" title="Werner Rösener">Werner Rösener</a> u. a.: <cite style="font-style:italic">Dorf</cite>. In: <cite style="font-style:italic"><a href="Lexikon_des_Mittelalters" title="Lexikon des Mittelalters">Lexikon des Mittelalters</a> <i>(LexMA)</i></cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>3</span>. Artemis & Winkler, München/Zürich 1986, ISBN 3-7608-8903-4, <span style="white-space:nowrap">Sp.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>1266–1312</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Dorf&rft.atitle=Dorf&rft.au=Werner+R%C3%B6sener+u.+a.&rft.btitle=Lexikon+des+Mittelalters+%28LexMA%29&rft.date=1986&rft.genre=book&rft.isbn=3760889034&rft.place=M%C3%BCnchen%2FZ%C3%BCrich&rft.pub=Artemis+%26+Winkler&rft.volume=3" style="display:none"> </span></li>
<li>Werner Rösener: <i>Bauern im Mittelalter.</i> 4., unveränd. Auflage. C. H. Beck, München 1993, ISBN 3-406-30448-6.</li>
<li>Henning Schöpke-Papst: <i>Dörfer in Deutschland</i>. Braunschweig 1989.</li>
<li><a href="Rainer_Schreg" title="Rainer Schreg">Rainer Schreg</a>: <i>Dorfgenese in Südwestdeutschland. Das Renninger Becken im Mittelalter</i> (= Materialhefte zur Archäologie in Baden-Württemberg. 76/2006). Theiss, Stuttgart 2006, ISBN 3-8062-2066-2.</li>
<li>Rainer Schreg: <i>Die Archäologie des mittelalterlichen Dorfes in Süddeutschland. Probleme – Paradigmen – Desiderate.</i> In: <i>Siedlungsforschung. Archäologie – Geschichte – Geographie.</i> 24/2007, S. 141–162.</li>
<li><a href="Gisbert_Strotdrees" title="Gisbert Strotdrees">Gisbert Strotdrees</a>: <i>Es gibt keine abgelegenen Orte mehr</i>. Anmerkungen zur Gegenwart und Zukunft der ländlichen Räume. Vortrag zur Reihe „Zukunft der Dörfer“ der Universität Vechta 2019/20. In: Heimat Westfalen. Heft 1 (2020) (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.whb.nrw/367-download/Heimat%20Westfalen/2020/HW_1_20_Internet.pdf">PDF; 11 MB</a>).</li>
<li><a href="Werner_Tro%C3%9Fbach" title="Werner Troßbach">Werner Troßbach</a>, <a href="Clemens_Zimmermann_(Historiker)" title="Clemens Zimmermann (Historiker)">Clemens Zimmermann</a>: <i>Die Geschichte des Dorfes. Von den Anfängen im Frankenreich zur bundesdeutschen Gegenwart.</i> Ulmer Verlag, Stuttgart 2006.</li></ul>
<dl><dd><b>Im Besonderen zu Österreich:</b></dd></dl>
<ul><li><a href="Adalbert_Klaar" title="Adalbert Klaar">Adalbert Klaar</a>: <i>Die Siedlungs- und Hausformen im Niederösterreichischen Weinviertel.</i> In: Niederösterreichisches Bildungs- und Heimatwerk: <i>Bericht über die Fachtagung 1975 der Aktionsgemeinschaft "Volkskunde".</i> Wien 1975, S. 13–17.</li>
<li><a href="Gerhard_Stenzel" title="Gerhard Stenzel">Gerhard Stenzel</a>: <i>Das Dorf in Österreich.</i> Mit Fotos von Lothar Beckel und Lorenz Schönemann. Kremayr & Scheriau, Wien 1985.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Villages?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Dorf</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Dorf" class="extiw external" title="wikt:Dorf">Wiktionary: Dorf</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size skin-invert-image" typeof="mw:File"><span title="Wikiquote"></span></span></div><b><a href="https://de.wikiquote.org/wiki/Dorf" class="extiw external" title="q:Dorf">Wikiquote: Dorf</a></b> – Zitate </div>
<ul><li><a href="Anne-Marie_Dubler" title="Anne-Marie Dubler">Anne-Marie Dubler</a>, Philippe Della Casa: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007947"><i>Dorf.</i></a> In: <i><a href="Historisches_Lexikon_der_Schweiz" title="Historisches Lexikon der Schweiz">Historisches Lexikon der Schweiz</a></i>.</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.spektrum.de/lexikon/geographie/dorf/1766">Eintrag Dorf</a> im Lexikon der Geographie, Spektrum.de.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/izpb/laendliche-raeume-343/312690/doerfer-und-kleinstaedte-im-wandel/">Bundeszentrale für politische Bildung. Ländliche Räume: Dörfer und Kleinstädte im Wandel</a></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Günter Glauert: <cite style="font-style:italic">Agrargeographie</cite>. In: Gustav Fochler-Hauke (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Allgemeine Geographie</cite>. 183.-190.000 Auflage. Das Fischer Lexikon, <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>14</span>. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1968, ISBN 3-436-01166-5, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>26</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Dorf&rft.atitle=Agrargeographie&rft.au=G%C3%BCnter+Glauert&rft.date=1968&rft.edition=183.-190.000&rft.genre=journal&rft.isbn=3436011665&rft.issue=14&rft.jtitle=Allgemeine+Geographie&rft.pages=26&rft.place=Frankfurt+am+Main&rft.pub=Fischer+Taschenbuch+Verlag&rft.volume=Das+Fischer+Lexikon" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Martin Born: Zur funktionalen Typisierung ländlicher Siedlungen in der genetischen Siedlungsforschung. In Werner Kreisel, Wolf D. Sick, Jörg Stadelbauer (Hrsg.): <i>Siedlungsgeographische Studien. Festschrift für Gabriele Schwarz.</i> De Gruyter, 1979. (Reprint 2019, ISBN 978-3-11-007573-1)</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Cay Lienau: <i>Die Siedlungen des ländlichen Raums.</i> Westermann Verlag, Braunschweig 1995, ISBN 3-14-160283-2, Tabelle auf S. 64.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Gerhard Henkel: <i>Das Dorf. Landleben in Deutschland – gestern und heute.</i> (= <i>Schriftenreihe der bpp Bundeszentrale für politische Bildung.</i> Bd. 10539). 2020, ISBN 978-3-7425-0539-2, S. 214–215.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Hildegard Schröteler‐von Brandt: <i>Dorf.</i> In: ARL – Akademie für Raumforschung und Landesplanung (Hrsg.): <i>Handwörterbuch der Stadt‐ und Raumentwicklung.</i> Hannover 2018, ISBN 978-3-88838-559-9.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Annett Steinführer: <i>Lässt sich die Zahl der Dörfer in Deutschland bestimmen? Von Definitionsbemühungen, Suchwegen und unterschiedlichen Befunden.</i> In: <i>Berichte über Landwirtschaft.</i> 99 (3), 2021. <a href="https://doi.org/10.12767/buel.v99i2.358" class="extiw external" title="doi:10.12767/buel.v99i2.358">doi:10.12767/buel.v99i2.358</a></span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Gerhard Henkel: <i>Dorf und Gemeinde.</i> In: Stephan Beetz, Kai Brauer, Claudia Neu (Hrsg.): <i>Handworterbuch zur ländlichen Gesellschaft in Deutschland.</i> VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2005, ISBN 3-8100-3749-4.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">z. B. Statistik Austria (Hrsg.:) <i>Ortsverzeichnis Vorarlberg.</i> Wien 2004, ISBN 3-902452-47-1. 5. Kürzungsschlüssel für die Topographische Kennzeichnung und „Sonstige Kürzungen“. analog in den anderen österreichischen Ortsverzeichnissen.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Statistik Austria (Hrsg.): <i><a href="Ortsverzeichnis_(%C3%96sterreich)" title="Ortsverzeichnis (Österreich)">Ortsverzeichnis</a> 2001.</i> Wien 2005, gemeinsame Einleitung der Länderbände, S. 20 (etwa <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.statistik.at/fileadmin/publications/Ortsverzeichnis_2001__Tirol.pdf#page=19">Ortsverzeichnis 2001 Tirol</a> (PDF; 3,1 MB), <a href="Statistik_Austria" title="Statistik Austria">Statistik Austria</a>, Wien 2005, ISBN 3-902452-46-3, S. 20.)</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Rudolf Schützeichel: <i>„Dorf“. Wort und Begriff.</i> In: Herbert Jankuhn, Rudolf Schützeichel, Fred Schwind (Hrsg.): <i>Das Dorf der Eisenzeit und des frühen Mittelalters: Siedlungsform, wirtschaftliche Funktion, soziale Struktur. Bericht über die Kolloquien der Kommission für die Altertumskunde Mittel- und Nordeuropas in den Jahren 1973 und 1974.</i> (= Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Philologisch-Historische Klasse 3. Folge Nr. 101). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1977, S. 25–27.</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Rudolf Schützeichel: <i>„Dorf“. Wort und Begriff.</i> In: Herbert Jankuhn, Rudolf Schützeichel, Fred Schwind (Hrsg.): <i>Das Dorf der Eisenzeit und des frühen Mittelalters: Siedlungsform, wirtschaftliche Funktion, soziale Struktur. Bericht über die Kolloquien der Kommission für die Altertumskunde Mittel- und Nordeuropas in den Jahren 1973 und 1974.</i> (= Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Philologisch-Historische Klasse 3. Folge Nr. 101). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1977, S. 31.</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="William_Foerste" title="William Foerste">William Foerste</a>: <i>Zur Geschichte des Wortes Dorf</i>, in Studium Generale 16, 1963, S. 427.</span>
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<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Enno Bünz (Hrsg.): <i>Ostsiedlung und Landesausbau in Sachsen, Die Kührener Urkunde von 1154 und ihr historisches Umfeld.</i> Leipzig 2008, ISBN 978-3-86583-165-1.</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Horst W. Müller in: <i>675 Jahre <a href="Wommelshausen" title="Wommelshausen">Wommelshausen</a> 1336 – 2011, Geschichtlicher Überblick und Lebensbilder aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts</i>; Abschnitt: <i>Lebensbilder Seiten 31 bis 47</i>, Hrsg. Dorfgemeinschaft Wommelshausen e. V., Bad Endbach 2011.</span>
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<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Willi K. Schirrmacher: <cite style="font-style:italic">Von der Selbstversorgung zum Dorfladen. Der Wandel der Lebensmittelversorgung in Silixen.</cite> In: Lippischer Heimatbund (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Zeitschrift</cite>. 116. Jahrgang, <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>01</span>. Lippischer Zeitungsverlag, Detmold Januar 2023, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>12</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Dorf&rft.atitle=Von+der+Selbstversorgung+zum+Dorfladen.+Der+Wandel+der+Lebensmittelversorgung+in+Silixen.&rft.au=Willi+K.+Schirrmacher&rft.date=2023-01&rft.genre=journal&rft.issue=01&rft.jtitle=Zeitschrift&rft.pages=12&rft.place=Detmold&rft.pub=Lippischer+Zeitungsverlag&rft.volume=116.+Jahrgang" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Imke Tappe-Pollmann: <cite style="font-style:italic">Dorfleben in Lippe</cite>. In: Lippischer Heimatbund (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Zeitschrift des Lip. Heimatbundes und des Landesverbands Lippe</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>1</span>, <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>2023</span>. Selbstverlag, Detmold Februar 2023, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>8</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Dorf&rft.atitle=Dorfleben+in+Lippe&rft.au=Imke+Tappe-Pollmann&rft.date=2023-02&rft.genre=journal&rft.issue=2023&rft.jtitle=Zeitschrift+des+Lip.+Heimatbundes+und+des+Landesverbands+Lippe&rft.pages=8&rft.place=Detmold&rft.pub=Selbstverlag&rft.volume=1" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Marco Bellabarba, Hannes Obermair, Hitomi Sato (eds): <i>Communities and Conflicts in the Alps from the Late Middle Ages to Early Modernity</i>. Bologna/Berlin 2015.</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Franz-Josef_Sehr" title="Franz-Josef Sehr">Franz-Josef Sehr</a>: <cite style="font-style:italic">Das Feuerlöschwesen in Obertiefenbach aus früherer Zeit</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Jahrbuch für den Kreis Limburg-Weilburg 1994</cite>. Der Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg, Limburg 1993, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>151–153</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Dorf&rft.atitle=Das+Feuerl%C3%B6schwesen+in+Obertiefenbach+aus+fr%C3%BCherer+Zeit&rft.au=Franz-Josef+Sehr&rft.btitle=Jahrbuch+f%C3%BCr+den+Kreis+Limburg-Weilburg+1994&rft.date=1993&rft.genre=book&rft.pages=151-153&rft.place=Limburg&rft.pub=Der+Kreisausschuss+des+Landkreises+Limburg-Weilburg" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.srf.ch/news/schweiz/studie-zur-mobilitaet-die-schweizer-ein-volk-von-pendlern"><i>Die Schweizer – ein Volk von Pendlern.</i></a> Studie zur Mobilität. In: <i>www.srf.ch.</i> SRF Schweizer Radio und Fernsehen, 27. August 2018,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 22. Juli 2021</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ADorf&rft.title=Die+Schweizer+%E2%80%93+ein+Volk+von+Pendlern&rft.description=Die+Schweizer+%E2%80%93+ein+Volk+von+Pendlern&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.srf.ch%2Fnews%2Fschweiz%2Fstudie-zur-mobilitaet-die-schweizer-ein-volk-von-pendlern&rft.publisher=SRF+Schweizer+Radio+und+Fernsehen&rft.date=2018-08-27"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text">Philip Ajouri, Wolfert von Rahden, <a href="Andreas_Urs_Sommer" title="Andreas Urs Sommer">Andreas Urs Sommer</a>: <i>Das Dorf.</i> (= Zeitschrift für Ideengeschichte. Heft IX/2, Sommer 2015). C. H. Beck, München 2015 erarbeiten philosophische, literaturhistorische, ethnographische und anthropologische Aspekte des Dorfes; Siehe auch Jochen Hieber: <i>Komm! ins Offene, Freund!</i> In: <i>Frankfurter Allgemeine Zeitung.</i> 24. November 2014, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/landleben-komm-ins-offene-freund-13282330.html">Online</a></span>
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